EnergieIMpuls Vorau

01.01.2011 bis 31.12.2011

Das Vorhaben zielt auf die Sektoren ENERGIE und GEBÄUDE zur Erreichung von energetischer Nachhaltigkeit in diesen Bereichen ab. Es soll nicht nur der regionale Energiebedarf gedeckt werden, sondern der Vorauer Kessel hin zu einer Plusenergieregion unterstützt werden. Dabei erfolgt ein vertikaler Einbezug aller Akteure (Rohstofflieferanten, Anlagenbauer und – betreiber, Verbraucher und insbesondere die Bevölkerung).

Nachfolgend werden Zielsetzungen bzw. Visionen dargestellt, welche innerhalb der Projektlaufzeit bzw. über das Projekt längerfristig erreicht werden sollen:

  • Ist-Situationsanalyse und Konzepterstellung: In einem ersten Schritt wird die Ausgangslage erhoben (regionale Stärken, Vorgaben und Authentizität, Energieverbrauch, Potenziale an Erneuerbaren und Einsparung etc.), damit entsprechende, sinnvolle Maß- nahmen konkretisiert werden können. Darauf aufbauend erfolgt eine Konzepterstellung, welche die Öffentlichkeitsarbeit sowie begleitende und projektbezogene Umsetzungsmaßnahmen zum Inhalt hat.
  • Schaffung eines Bewusstseins der Bevölkerung und von Strukturen sowie Umsetzung von Maßnahmen: Auf Basis von Erfahrungen des Konsortiums und entsprechenden Studien im Zusammenhang mit der Etablierung von Modellregionen werden Maßnahmen definiert und die Schaffung eines Bewusstseins und von Strukturen im Sinne der Projektausrichtung forciert. Parallel wird in der Startphase die Umsetzung konkreter Pilotprojekte erfolgen (Maßnahmen der Effizienzsteigerung und der regionalen Energiebereitstellung), welche von der Bevölkerung wahrgenommen werden und der Etablierung einer positiven Stimmung dienen sollen. Diese Pilotprojekte sind ein wesentlicher Erfolgsfaktor, da ab einer gewissen Umsetzungsrate die Maßnahmenrealisierung durch die Vorbildwirkung und dementsprechende Sensibilisierung eine Eigendynamik einnimmt.
  • Vision der mittelfristigen bilanziellen Autarkie: Mittelfristig soll über dieses Projekt eine energetische Autarkie erreicht werden (< 10 Jahre). Der Anspruch der Selbstversorgung bezieht sich auf eine bilanzielle Betrachtung, da bestimmte bzw. alle Energieträger und Nutzenergieformen nicht sinnvoll regional bereitgestellt werden können.
  • Vision der Etablierung einer PLUSENERGIEREGION: Schließlich soll langfristig (> 10 Jahre), als ländliche Region mit umfassenden regionalen Ressourcen und geringem internen Verbrauch, ähnlich wie im Lebensmittelbereich, eine Exportregion erreicht werden (Stichwort: Plusenergieregion). Dies würde die schlechte regionale Wirtschaftssituation verbessern, indem regionale Wertschöpfung geschaffen wird, und den überproportionalen Land- und Forstwirtschaftsanteils als Vorteil nutzen („vom Land- zum Energiewirt“).

Es wird erwartet, dass in der Projektlaufzeit (3 Jahre) ein signifikanter Schritt in Richtung Nachhaltigkeit erzielt werden kann, doch es wird erwartet, dass der überwiegende Projektnutzen erst nach der Projektlaufzeit erfolgt. Nach der Umsetzung wird daher erwartet, dass zum einen eine umfangreiche Bewusstseinsbildung zusammen mit einer Informationsvermittlung auf Basis der geschaffenen Strukturen erfolgt ist. Zum anderen wird erwartet, dass innerhalb der Projektlaufzeit Leit-, Pilot- und Vorzeigeprojekte in der Region realisiert werden konnten und die Bevölkerung von der Sinnhaftigkeit nachhaltiger Energielösungen in unterschiedlichen Bereichen überzeugt hat.

Projektpartner

  • Impulszentrum Vorau GmbH
  • Marktgemeinde Vorau
  • Gemeinde Puchegg
  • Gemeinde Riegersburg
  • Gemeinde Schachen bei Vorau
  • Gemeinde Vornholz
  • Spitzer GmbH
  • Technisches Büro für Elektrotechnik Siegried Winkler-Saurer
  • Franz Pichler GmbH
  • Richard Romirer-Maierhofer e.U.
  • Bio-Energie Köflach GmbH
  • P&P Baumanagement GmbH
  • Markus Haspl
  • Feistritzwerke-STEWEAG GmbH
  • Waldverband Hartberg – Fürstenfeld
  • Verein der Vorauer Wirtschaft
  • Hafnermeister Erwin Hier
  • Forstverwaltung Stift Vorau


Dieses Projekt wird aus Mitteln des Klima- und Energiefonds gefördert und im Rahmen des Programms „KLIMA- und ENERGIEMODELLREGIONEN“ durchgeführt.

Projektbeschreibung auf www.klimaundenergiemodellregionen.at.