INE: International Network for Energy Efficiency and Innovative Building Services Education

01.10.2013 bis 31.03.2016

Die Aufwertung der städtischen Gebiete bei gleichzeitig umfassender Modernisierung des Gebäudebestands wird dazu beitragen, dass bis 2015 die Treibhausgasemissionen in Stadtquartieren unter das Niveau von 1990 fallen können. Die Errichtung eines energieeffizienten Gebäudes ist ein ganzheitlicher Vorgang, bei dem von der Planung über die Errichtung bis zum Betrieb des Gebäudes viele Aspekte betrachtet werden müssen. Besonders bei der Errichtung neuer Gebäude kann durch den Einsatz neuartiger Lösungen durch die Verknüpfung von EE-Audits, LCCO, BIM und SCD der Energieverbrauch signifikant gesenkt werden. Die angestrebte Energieklasse wird von allen am Bau beteiligten Akteuren, sowie in allen Stadien des Baus berücksichtigt und Begrifflichkeiten wie auch Schnittstellen sind klar zu definieren.

Durch die Qualifizierungsmaßnahmen werden die Teilnehmer in die Lage versetzt, die Abgrenzung und Schnittstellen der Gebäude, aber auch die unterschiedlichen Betrachtungsweisen in der Gebäude- und Haustechnik zu berücksichtigen. Durch das gemeinsame Informationssystem wird der Informationsaustausch vereinfacht und die Effizienz der Planung beschleunigt. Durch den effizienteren Planungsaufwand werden die Kosten reduziert und somit der Bau von effizienten Gebäuden ökonomischer. Mit der geplanten Qualifizierung wird ein Innovationsprozess hin zu verbesserten Methoden und Dienstleistungen im Bereich der Lebenszyklusanalyse (Life Cycle Assessment LCA) für die Optimierung von Gebäuden und Städten initiiert. Durch die Verknüpfung mit BIM wird ein weiterer Innovationsprozess in Richtung neuer Dienstleistungen und Produkte gestartet, der in weiterer Folge zu einem effizienteren Energieeinsatz bei der Errichtung und beim Betrieb von Gebäuden führen wird und mit einem angepassten Lieferkettenentwurf (Supply Chain Design SCD) optimierte Produkte garantieren soll. Es wird erwartet, dass diese Produkte auch noch nicht am Markt vorhanden sind, sondern in weiteren Forschungs- und Entwicklungsprojekten (Transferprojekte) erst geschaffen werden. Insgesamt soll dieses Projekt zu einem verbesserten internationalen Bauprojektmanagement (International Construction Project Management ICPR) führen.

Ziel ist es, dass die AusbildungsteilnehmerInnen Theorie-Praxis-Zyklen selbständig und nachvollziehbar anhand folgender Methoden durchlaufen können:

  • Das in Vorträgen erworbene Wissen wird mit den in den Übungen vermittelten Fertigkeiten verknüpft.
  • Qualifizierungsmaßnahmen werden mit einem wesentlichen Anteil von Distant Learning und E-Learning durchgeführt.
  • Es wird besonderer Wert auf in Kleingruppen durchgeführte Projektarbeiten gelegt.
  • Der Qualifizierungsplan vereint gebäudeoptimierungsbezogene Stoffselektion mit kontrollierter Redundanz.
  • Alle INE Module sind konsistent aufgebaut und werden in synchroner Weise aufeinander abgestimmt.
  • Methodenvermittlung und Problemlösungsstrategien werden fachspezifisch erklärt.
  • Die Umsetzung des forschenden Lernens erfolgt hauptsächlich in den interdisziplinär angelegten Projektarbeiten.
  • Evaluierung und Reflexion werden zu pädagogisch-didaktischen / inhaltlichen Adaptierungen genutzt.

Vertikal zueinander ausgerichtete technologisch orientierte und kompetente Unternehmen im Gebäudebereich, welche bislang nicht bzw. kaum miteinander kooperiert haben, erarbeiten innerhalb des Projektes eine gemeinsame Basis.

Projektpartner

  • Universität für Bodenkultur Wien
  • Fachhochschule Kufstein Tirol Bildung GmbH
  • iC consulenten ZT GmbH
  • Lamda
  • Energy Changes Projektentwicklung GmbH
  • Ökoplan Energiedienstleistungen GmbH
  • S.O.L.I.D. Gesellschaft für Solarinstallation und Design mbH


Projekt im Rahmen des Programms "Ausbildungsinitiative Technologiekompetenz" des Klima- und Energiefonds.