InEnmasys Gebäude: Intelligentes Energiemanagementsystem zwischen verschiedenen Erzeugern, Verbrauchern und Speichern in Gebäuden

03.03.2014 bis 02.03.2017

Durch die bestehenden Gesetze und Förderungen wurden durch Private, Gewerbebetriebe und Kommunen in den letzten Jahren (und vermutlich auch weiterhin) in großer Anzahl Kleinanlagen zur Energiebereitstellung errichtet. Alle Anlagen unterliegen dabei dem Problem, dass die Verfügbarkeit der Energie nicht dem Verbrauch entspricht und es daher zu Über- bzw. Unterproduktionen kommt.

Das vorliegende Projekt möchte ein gebäude- und energieträgerübergreifendes Energiemanagementsystem entwickeln, das einen Energieaustausch zwischen Gebäuden unterschiedlicher Nutzungsform ermöglicht und den fossilen Gesamtenergieeinsatz des Gebäudeverbunds minimiert. Im Zuge dessen sind rechtliche, wirtschaftliche und technische Fragestellungen zu beantworten.

Dabei werden 3 Basismodelle betrachtet:

  1. Zwei Einfamilienhäuser
  2. Ein Gewerbepark
  3. Verschiedene Kommunale Einrichtungen

Im Mittelpunkt der Betrachtungen stehen dabei die zwei Einfamilienhäuser. Durch den einfachen Aufbau eignet sich dieses Objekt optimal für grundlegende Untersuchungen und die Umsetzung einer Pilotanlage. Durch eine thermische und elektrische Verbindung beider Gebäude und Installation der notwendigen Hard- und Software werden der Energieaustausch und die Speicherbewirtschaftung der Gebäude optimiert. Dabei wird ein „low-tech“ Ansatz verfolgt, um eine breite Anwendbarkeit und eine einfache Übertragbarkeit der Erkenntnisse zu gewährleisten.

Bei der Untersuchung des Gewerbeparks steht der Energieaustausch verschiedener Anlagen (PV, Solarthermisch) bei bereits vorhandenem Netz im Vordergrund. Die Betrachtungen für die kommunalen Einrichtungen sollen klären, inwieweit ein Energieaustausch verschiedener Gebäude desselben Eigentümers über ein öffentliches Netz möglich ist.

Zusätzlich unterscheiden sich die Objekte durch:

  • unterschiedliche rechtliche Vorgaben (Elektrizitätswesensrecht, Landesrechte, Gewerbeordnung, Bauordnungen)
  • unterschiedliche Energieformen (elektrisch, thermisch) und unterschiedliche Leistungsbereichen (einige kW bis MW)
  • unterschiedliche wirtschaftliche und technische Anforderungen (Privat / Gewerbe / Kommune) sowie auf Grund der Energieform
  • unterschiedliche Anforderungen der Netzbetreiber

Als Ergebnisse des Projekts sind geplant:

  • Erhebung der Potentiale der drei Versuchsobjekte
  • Technische und ökonomische Konzepte
  • Entwicklung und Installation einer Pilotanlage zur Demonstration des entwickelten Konzepts inkl. Analyse der Leistung
  • Erfahrungen und Handlungsempfehlungen für die Umsetzung weiterer Anlagen
  • Barrieren / Erfolgsfaktoren in ökonomischer, sicherheitstechnischer, rechtlicher und sozialer Hinsicht
  • Dokumentation des weiteren Forschungs- und Entwicklungsbedarfs

Langfristig werden damit folgende Ziele erreicht:

  • Ausbau der Eigenstromnutzung mit minimierter Netzbelastung
  • Nutzung solarthermischer Überschüsse
  • Szenarien für Kleinanlagen nach dem Ende der Ökostromförderung
  • Hohe Effizienz und Nutzung installierter Anlagen
  • Steigerung von Anzahl und Größe der neu installierten Anlagen, da sich durch die neuen Möglichkeiten die ökonomischen Rahmenbedingungen ändern.

Außerdem ist ein solches System auch für alle Erzeuger elektrischer Energie (zB Windkraftanlagen, Wasserkraftwerke) interessant, die aus den Ökostromverträgen ausscheiden und die Erzeugung direkt verkaufen könnten. Dazu liegen ebenfalls Interessensbekundungen vor.

Projektpartner

  • WICON Energineering GmbH
  • Interessensgemeinschaft Energie Autarkie


Dieses Projekt wird aus Mitteln des Klima- und Energiefonds gefördert und im Rahmen des Programms „e!Missi0n.at“ durchgeführt.