ReFlex - Replicability Concept for Flexible Smart Grids

01.02.2016 bis voraussichtlich 29.03.2019

Die Stromnetze und die entsprechenden Rahmenbedingungen in Europa unterscheiden sich in vielerlei Hinsicht. Daher können zukünftige Smart Grid Lösungen nicht nach der gleichen Blaupause umgesetzt werden. Um Lösungen zu replizieren braucht es Konzepte wie diese für einen konkreten Fall (wie etwa ein bestehendes und geplantes Netzwerk und regionale regulative und institutionelle Rahmenbedingungen) entsprechend angepasst und kombiniert werden können.

ReFlex verfolgt zwei Ziele:

  1. ein Konzept und ein Leitfaden zur Replizierbarkeit der Anwendung von technisch machbaren, marktbasierten, benutzerfreundlichen und hochflexiblen Smart Grid Lösungen zu entwickeln und
  2. eine Community of Practice (CoP) zu etablieren, die bei Workshops und Site-Visits von Demonstrationsprojekten einen umfassenden Wissensaustausch zwischen Smart Grid Demoregionen in den Teilnehmenden Ländern für Praktiker, Stakeholder und Wissenschaftler bietet.

Ergebnis ist ein Leitfaden (ReFlex Guidebook), der Akteuren aus der Industrie, den Stakeholdern in neun Demoregionen und einer breiteren Öffentlichkeit hilft Smart Grid Lösungen erfolgreich anzuwenden. 
ReFlex basiert auf neun in Entwicklung befindlichen Smart Grid Pilotprojekten und Demonstrationen in Deutschland, Österreich, Schweden und der Schweiz. Es beinhaltet  vier große (Salzburg, Gotland, Hyllie und Stockholm Royal Seaport) und fünf kleinere Smart Grid Demoregionen mit weniger als15.000 Einwohnern  (Güssing, Hartberg, Biel-Benken, Mendrision und Wüstenrot).

Auf Grundlage der Erfahrungen der ReFlex Partner werden ein Konzept und ein Leitfaden zur Replizierbarkeit (Reflex Guidebook) entwickelt. Der Leitfaden unterstützt die Demoregionen und die breitere Öffentlichkeit der in Europa mit Smart Grid befassten Stakeholder ihre Smart Grid Initativen weiter zu entwickeln und zu etablieren. Innerhalb von ERA-Net liefert das Projekt Ergebnisse in die ERA-Net Knowledge Community.

Das Konzept und der Leitfaden zur Replizierbarkeit basieren auf Forschungsergebnissen einer interdisziplinären Forschungsgruppe von Ingenieuren und Sozial- und Wirtschaftswissenschaftlern und werden in  trans-disziplinären CoP Workshops erstellt. Dabei berücksichtig ReFlex alle wesentlichen Aspekte des Energiesystems wie technische Lösungen, neue Regeln und Bestimmungen, Beteiligungsprozesse, gesellschaftliche Akzeptanz und Geschäftsmodelle.

Das AIT leitet das ReFlex Konsortium und die Entwicklung des Reflex Leitfadens (ReFlex Guidebook). Darüber hinaus unterstützt das AIT den Aufbau und die Umsetzung der CoP. Die Projektpartner aus den Demoregionen Güssing und Hartberg (unterstützt von 4ward Energy Research) und Salzburg (unterstützt durch das AIT) sind aktiv an der CoP beteiligt. Die Demoregionen bringen Forschungsfragen und Anliegen in den Prozess ein und unterstützen den Forschungsprozess mit Informationen und Daten.

Projektpartner

  • AIT Austrian Institute of Technology GmbH
  • Elektro Güssing GesmbH
  • Stadtwerke Hartberg Verwaltungs Gesellschaft m.b.H.
  • Salzburg AG
  • European Institute for Energy Research
  • Zentrum für Sonnenenergie- und Wasserstoffforschung Baden-Württemberg (ZSW)
  • Energy Research Centre of the Netherlands (ECN)
  • Wageningen University
  • Linköping University, Department of Thematic Studies - Technology and Social Change
  • University of Applied Sciences and Arts of Southern Switzerland
  • E.ON Sverige AB
  • Wüstenrot
  • Fortum

 

Dieses Projekt wird im Rahmen von ERA-Net Smart Grids Plus durchgeführt und von der Europäischen Union (Horizon 2020) und dem Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie im Rahmen der Finanzhilfevereinbarung Nr. 852062 gefördert.