Smart City Feldbach - Stadt Mensch Energie - intelligent vernetzt in Feldbach

01.05.2016 bis 30.04.2017

Um das Städtewachstum klimaschonend, umweltfreundlich, sozial verträglich und wirtschaftlich gestalten zu können, sind leistungsfähige Gebäude-, Energie- und Verkehrskonzepte, unter besonderer Berücksichtigung der Bestandsbauten erforderlich. Denn der Energiebedarf des Gebäudesektors beläuft sich innerhalb der EU auf rund 40 %, weshalb besonders für Städte in diesem Bereich erhebliche Einsparungspotenziale bestehen. Zur Erreichung der nationalen und europäischen Energieeffizienzziele sind daher integrierte Sanierungsstrategien auf Quartiersebene gefragt, bei denen die energetische Sanierung und die Einbindung erneuerbarer Energieträger im Einklang mit erforderlichen Verbesserungsmaßnahmen bei den Wohnungen, dem Umfeld und auch hinsichtlich der vorhandenen Verkehrsinfrastruktur gesehen wird. Insbesondere soziale Wohnbauten, wie sie auch in der Stadtgemeinde Feldbach bestehen, rücken hier in den Fokus der Akteure. Der Großteil dieser Gebäude wurde in den 60er Jahren errichtet, weshalb hier ein immenses Sanierungspotential besteht. Aktuell beziehen sich die Vorhaben zur Sanierung vorwiegend auf Einzelobjekte, wobei meist hochtechnologische und damit hochpreisige Systeme zum Einsatz kommen und eine Umsetzung multiplizierbarer innovativer Sanierungskonzepte und Effizienzsteigerungsmaßnahmen für den sozialen Wohnbau nicht zu erwarten ist. Dafür können eine Reihe von Gründen identifiziert werden: Zu hohe Kosten, zu hoher Aufwand und zu geringe Erfolgsaussichten aufgrund der oftmals geringen Berücksichtigung der Bedürfnisse und Anforderungen der MieterInnen.

Das gegenständliche Projekt in der Stadtgemeinde Feldbach verfolgt daher die folgenden übergeordneten Ziele:

  1. Nutzung von Energie-Monitoring- und -Managementsystemen im sozialen Wohnbau zur Erhöhung der Energieeffizienz. Durch Veranschaulichung des Energieverbrauchs soll bei den Endverbrauchern ein neues energetisches Bewusstsein entwickelt und Möglichkeiten zur Änderung des Verhaltens aufgezeigt werden. Anhand der erhobenen Daten sollen zunächst „low-cost“ Maßnahmen (z.B. Abgleich der Hydraulik bei Heizungsanlagen) hinsichtlich Energieoptimierung in den Gebäuden getroffen werden. Darauf aufbauend sollen innovative Sanierungskonzepte für den sozialen Wohnbau erarbeitet werden.
  2. Optimierung und Verschränkung der urbanen Mobilität mit den Wohnungen mit besonderem Bezug auf Sharing und Informationstechnologien.
  3. Da die teilweise sehr hohen Betriebskosten aus sozialen Aspekten derzeit ebenfalls zum überwiegenden Teil von der Stadtgemeinde Feldbach getragen werden, gilt es weiters neue Finanzierungs- bzw. Betreibermodelle zu finden, die eine Kostenentlastung auf Seiten der Stadtgemeinde ohne finanzielle Mehrbelastung der BewohnerInnen ermöglichen.

In diesem Smart City Einstiegsprojekt werden demnach das grundlegende wissenschaftliche, technische und wirtschaftliche Know-how und die notwendigen Fertigkeiten erarbeitet und kombiniert, um in weiterer Folge smarte Konzepte für die Sanierung von sozialen Wohnbauten, unter gleichzeitiger Betrachtung des Umfeldes, und intelligente Mobilitätslösungen umsetzen zu können. Im Zuge des Projektes wird ebenso ein integrativer Partizipationsprozess gestartet, der auch in den Folgeprojekten weitergeführt werden soll.

Projektpartner

  • Stadtgemeinde Feldbach
  • LEA GmbH
  • Ingenieurbüro DI Johann Rauer
  • Florian Lugitsch KG
  • Andrea Jeindl
  • Wasserverband Wasserversorgung Grenzland Südost
  • NATAN - Ingenieurbüro für Verfahrenstechnik Dipl.-Ing. Dr. Christian Krotscheck


Dieses Projekt wird aus Mitteln des Klima- und Energiefonds gefördert und im Rahmen des Programms „SMART ENERGY DEMO – fit4set“ durchgeführt.

Weitere Informationen unter www.smartcities.at