SSCD - Smart satellite-city Deutschlandsberg

16.05.2011 bis 15.05.2012

Die Stadt Deutschlandsberg und die umgebende "Energie-Region Schilcherland" wollen die bestehenden städtischen Gebiete in eine smart energy region verwandeln und am geplanten, neuen Satelliten, dem Intercity (IC) Bahnhof Weststeiermark, eine energieautarke Stadt umsetzen. Aufgrund der Lage des neuen IC-Bahnhof werden rund 2000 bis 3000 Menschen pro Tag die Station benutzen. Der Schwerpunkt des Projektes ist der städtische Bereich zwischen dem Stadtzentrum von Deutschlandsberg und seinem neuen, urbanen Satelliten in der Gemeinde Unterbergla mit mehr als 10.000 Einwohner und einer großen Entwicklungsperspektive. Basierend auf vorhandenen Studien und laufenden Arbeiten einiger Projektpartner werden für die gesamte Region die optimalen Lösungen für die Energieversorgung, den Verkehr, soziale und wirtschaftliche Entwicklung gesucht unter Berücksichtigung des Zusammenwirkens mit der Umgebung vor allem die Energie-Modell Region Schilcherland.

Eine gemeinsame Vision und Roadmap zur Vision für das Jahr 2020 und 2050 wird entwickelt und Maßnahmen ergriffen, um die in der Vision und Roadmap definierten Ziele zu erreichen. Das übergeordnete Ziel für die ganze Region ist zu einem " green valley with green jobs and green investments on a green field" (neuer IC-Bahnhof-Bereich) zu werden. Daher sollten bis 2050 80% der CO2-Emmisionen durch Maßnahmen am alten Energiesystem reduziert werden und das neue System am IC-Bahnhof als Null-Emissions-Best-Practice-Beispiel errichtet werden. Dieses Ziel sollte erreicht werden mit Hilfe der Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT) und intelligenten Netzen, in denen erneuerbare Energien und Speicher integriert werden. Zum Beispiel soll der Wärmebedarf mit einer besseren Wärmedämmung und Renovierung der bestehenden Gebäude und dem Einsatz von Niedrigenergie- oder Passivhaus-Standards für neue Gebäude um 60 % bis zum Jahr 2050 verringert werden. Die solarthermische Energieerzeugung sollte mindestens 80% seines Potenzials im Jahr 2050 erreichen. Andere Quellen, wie das Bergwasser aus dem Eisenbahntunnel, sollten untersucht werden, um Verwendungs- und Integrationsmöglichkeiten im Energiesystem zu finden. Der neue, urbane Satellit (IC-Bahnhof Weststeiermark) sollte überhaupt energieautark werden.

Das Projektmanagement wird direkt in der smart city Region verortet, um die Möglichkeit zur direkten Kommunikation mit den Stakeholdern und Einwohner zu haben. Das Projektkonsortium wird die verfügbaren bestehenden Studien über die Projektregion mit statistischen Daten zusammenführen, um eine gute Grundlage für die Vision, Roadmap und Pilotprojektentwicklung in Deutschlandsberg und ihrem Satelliten, dem IC-Bahnhof Weststeiermark, zu erhalten.

Die involvierten, interdisziplinär zusammengesetzten Akteure arbeiten an Modulen mit bestimmten thematischen Schwerpunkten (Verkehr, Energie, Raumordnung und Gebäude, andere kommunale Ver- und Entsorgungssysteme, Kommunikation und Information, soziale Aspekte) und einem bestimmten Ziel (Vision, Roadmap, Pilot- und Demonstrationsprojekte, Finanzierung und rechtliche Aspekte). Die Ergebnisse der Arbeitsgruppen sollen zu einer gemeinsame Vision mit konkreten, machbaren und nachhaltigen Leuchtturmprojekten für die Phase der Realisierung führen, und vor allem auf politischer Ebene abgesichert werden.

Projektpartner

  • Verein Energieregion Schilcherland
  • Stadtgemeinde Deutschlandsberg
  • Im-plan-tat Reinberg und Partner OG
  • Unternehmensberatung Dr. Wolfgang Arnold Horn
  • Energy Changes Projektentwicklung GmbH
  • Verein zur Förderung der Energieeffizienz


Dieses Projekt wird aus Mitteln des Klima- und Energiefonds gefördert und im Rahmen des Programms „SMART ENERGY DEMO – fit4set“ durchgeführt.

Projektbeschreibung auf www.smartcities.at.