SynENERGIE: Energetisch optimierte Siedlungsentwicklung unter Synergienutzung von Energieeffizienz, Raumplanung & Baukultur

01.06.2014 bis 31.11.2015

Die zukünftige Stadtentwicklung weist hinsichtlich Ressourcenschonung und Resilienz einen sehr hohen Anspruch auf. Städte zeichnen sich global durch überproportionales Wirtschafts- und Bevölkerungswachstum aus. Urbane Regionen sind Brennpunkte von Ressourcenverbrauch und Emissionen, Städte definieren in Zukunft den Bedarf an Raum- und Infrastruktur, Produkte und Dienstleistungen. Insbesondere die energetische Ressourcenschonung muss daher vorrangig in den Städten beginnen und alle Ebenen der Energieplanung, aber auch der Raum-, Gebäude- und Verkehrskonzeption berücksichtigen sowie in den Bereichen Wirtschaft, Gesellschaft, Politik und Verwaltung hohe Akzeptanz erlangen. Planungen im städtischen Raum erfordern in zunehmendem Maße integrative Herangehensweisen und Lösungen, damit eine innovative, ressourcenschonende und nachhaltige Stadtteilentwicklung forciert werden kann. Diese integrative Berücksichtigung unterschiedlicher Aspekte wurde in der Stadtteilentwicklung bislang selten umgesetzt. Vor allem in der Siedlungsentwicklung von Kleinstädten wurden energetische, räumliche und soziale Gesichtspunkte gemeinsam und umfassend bislang kaum berücksichtigt.
 Eine wesentliche Herausforderung stellt die Optimierung auf Ebene des Gesamtsystems bei bestmöglicher Nutzung der Synergiepotenziale von Energieeffizienz, Raumplanung und Baukultur unter der Prämisse größtmöglicher NutzerInnenakzeptanz dar. Im Sinne einer ressourcenschonenden Energiebereitstellung und -nutzung in urbanen Regionen bedarf es daher einer inter- und transdisziplinären Herangehensweise. Diesbezüglich ist es notwendig, der Entwicklung eines innovativen Stadtentwicklungskonzeptes einen konkreten Anwendungsbezug voranzustellen, an dem alle relevanten Akteure sowie Interessenkoalitionen in umfassendem Umfang eingebunden werden.
SynENERGIE versteht sich daher als konkrete Fallstudie / Best Practice Beispiel, dessen Erkenntnisse für zukünftige Stadtteil-Entwicklungen multiplizierbar sind. SynENERGIE unterstützt die Synergienutzung von bislang kaum miteinander verschränkten Aspekten der Stadtteilentwicklung, wodurch ein neuer Konzeptionsstandard entstehen soll.

SynENERGIE verfolgt 2 übergeordnete Ziele:

  1. Die Erarbeitung eines neuartigen Systemdesigns für eine energetisch optimierte Siedlung bzw. ein Stadtquartier in Weiz/Krottendorf mit größtmöglicher Synergienutzung von Energieeffizienz, Raumplanung und Baukultur unter Erreichung einer größtmöglichen Ressourcenschonung.
  2. Die Erarbeitung des SynENERGIE-Konzepts hinsichtlich konkreter Methoden für weitere Anwendungen (Multiplikation) auf Basis von Teilaspekten und -ergebnissen der SynENERGIE-Fallstudie.

SynENERGIE zielt auf folgende Ergebnisse ab:

  • Neuartiges Systemdesign/Entwicklungskonzept eines konkreten urbanen 
Vorzeigequartiers in Weiz/Krottendorf mit größtmöglicher Synergienutzung von Energieeffizienz, Raumplanung und Baukultur, damit die Ressourcenschonung auf allen Ebenen optimiert werden kann. 

  • Multidimensionales Energiekonzept des betreffenden Stadtteiles durch Optimierung von energetischen, räumlichen, baulichen und sozialen Ressourcen sowie möglichst geschlossene Energie- und Stoffkreise. 

  • Innovatives konkretes Konzept hinsichtlich der Methoden für die spätere Umsetzung des geplanten Stadtentwicklungskonzeptes. 

  • Zusammenstellung der multiplizierbaren sowie der nicht multiplizierbaren Methoden der Designphase für „nachhaltige Entwicklungsprojektes“ in der Größenordnung von Stadtteilen und Siedlungen („Methoden-Koffer“). 


SynENERGIE unterscheidet sich von bisherigen Ansätzen und Projekten und setzt auf Basis der Vorkenntnisse aus Vergleichsprojekten und des Projektteams dort an, wo aktuell Handlungs- und Know-how-Bedarf besteht. Über einen holistischen und integrativen Systemlösungsansatz soll eine umfassende Nutzung der Synergiepotenziale von Energieeffizienz, Raumplanung und Baukultur erfolgen. Der innerhalb des Projekts SynENERGIE (weiter)entwickelte Siedlungsoptimierungsansatz trägt somit wesentlich auch zur Weiterentwicklung des state-of-the-art bei. 


Projektpartner

  • Weizer Energie- Innovations- Zentrum GmbH
  • Stadtgemeinde Weiz
  • Fernwärme Weiz GmbH
  • Gemeinnützige Siedlungsgesellschaft ELIN GmbH
  • Kaltenegger und Partner Architekten ZT GmbH
  • Ingenieurbüro DI Johann Rauer

  • Technisches Büro für Raumplanung Kampus



Projekt im Rahmen der 1. Ausschreibung von „Stadt der Zukunft“.