Projektbeschreibung
Das Projekt BROWNFIELD-PV Leoben zielt darauf ab, bisher ungenutzte urbane Potenzialflächen für Photovoltaik in Leoben zu erschließen. Die obersteirische Pionierstadt hat sich im Rahmen des Programms „Mission Klimaneutrale Stadt“ verpflichtet, den Strombedarf bis 2040 zu 100 % aus erneuerbaren Quellen zu decken. Analysen zeigen jedoch, dass selbst bei vollständiger Nutzung von Dach- und Fassadenflächen rund 3,5 GWh/a Strombedarf ungedeckt bleiben, etwa der Verbrauch von 1.200 Haushalten.
Im Fokus des Projektes steht die stillgelegte Restmülldeponie Seegraben (Fläche ca. 5,2 ha), welche derzeit jährlich ca. 85.000 Euro Betriebskosten verursacht, ohne einen Mehrwert zu generieren. Diese Deponie bietet aufgrund ihrer Südexposition, guter infrastruktureller Anbindung und rechtlicher Verfügbarkeit ein erhebliches Potenzial für Photovoltaik.
Das Vorhaben greift die europaweit wachsende Brownfield-PV-Bewegung auf, die insbesondere in Belgien, Dänemark und den Niederlanden in den letzten fünf Jahren über 550 MWp auf Deponien umgesetzt hat. In Österreich gibt es bislang nur vereinzelte Anlagen.
Das übergeordnete Ziel der Sondierung ist eine implementierungsreife Entscheidungsgrundlage für den Bau einer PV-Anlage mit einer Leistung von mehreren MWp auf der Deponie Seegraben inklusive biodiversitätsfördernder Rekultivierung und nachhaltigem Betriebs-konzept.
Projektpartner
- Stadtgemeinde Leoben
- RM Umweltkonsulenten ZT GmbH
- Universität für Bodenkultur Wien, Department für Landschaft, Wasser und Infrastruktur, Institut für Abfall- und Kreislaufwirtschaft, Institut für Bodenphysik und landeskulturelle Wasserwirtschaft und Institut für Ingenieurbiologie und Landschaftsbau




