Projektbeschreibung
Der erwartete Anstieg des Strombedarfs infolge der fortschreitenden Elektrifizierung aller Sektoren erfordert neue Konzepte für den Ausbau der Photovoltaik. Insbesondere Photovoltaikanlagen auf landwirtschaft-lichen Flächen bergen hohe Nutzungskonflikte. Agri-Photovoltaik (APV) bietet einen Lösungsansatz, indem landwirtschaftliche Nutzung und Stromerzeugung kombiniert werden. International nimmt der Einsatz von APV stark zu, wobei sich die Systeme je nach landwirtschaftlicher Struktur, technischer Ausführung und Zielsetzung deutlich unter-scheiden. Auch in Österreich bestehen große qualitative Unterschiede zwischen APV-Varianten, etwa hinsichtlich Wirtschaftlichkeit, Flächen-effizienz, Betriebskosten, Klimawirkung und ökologischem Mehrwert.
Ziel des Projekts QM4APV ist die faktenbasierte, systematische Bewert-ung unterschiedlicher APV-Lösungen aus der Perspektive der kleinstrukturierten, überwiegend familiär geführten österreichischen Landwirtschaft. Dazu wird ein Qualitätsmanagementsystem (QMS) entwickelt, das eine objektive Analyse und den Vergleich von APV-Systemen ermöglicht.
Auf Basis definierter Standards und Benchmarks dient das QMS sowohl als Planungsinstrument für neue als auch als Diagnosewerkzeug für bestehende APV-Anlagen. Über Fallstudien wird das Potenzial von APV im zukünftigen österreichischen Energiesystem aufgezeigt. Damit wird zur Reduktion bestehender Konflikte beigetragen und die Wettbewerbs-fähigkeit durch einen kontinuierlichen Verbesserungsprozess gezielt gesteigert.
Projektpartner
- Universität für Bodenkultur Wien, Department für Agrarwissenschaften, Institut für Landtechnik
- KS Projektentwicklungs GmbH
- Next2Sun Austria GmbH
- Österreichische Technologieplattform Photovoltaik
- Reiterer & Scherling GmbH
- RWA Raiffeisen Ware Austria Aktiengesellschaft
- SOLAREL GmbH



